Zert.-Nr. 98617/07-06 (24.7.06, Kassel)

entwicklung // Im November 1997 startete die ambulante Dialysepraxis in Meiningen durch die Ärztin Beate Iwig in freier Niederlassung mit vier Fachschwestern und zwei Hilfskräften, die 23 niereninsuffiziente Patienten auf 16 Dialyseplätzen versorgten. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Behandlungskapazität der Einrichtungen auf die Standorte Bad Salzungen sowie Schmalkalden erweitert. Ab dem 01.10.2007 betreut die überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft etwa 260 bis 300 Patienten auf inzwischen 94 Plätzen.

Im Jahre 2000 wurden die Dialysepatienten der KfH-Einrichtung in Meiningen und 2003 die des Dialyse-Zentrums in Schmalkalden übernommen. An allen drei Standorten wurde zur Sicherstellung der steigenden Patientenzahlen eine Neuinvestition der Dialyseeinrichtungen erforderlich:
IIX/2000 die Einweihung des Dialysezentrums in Meiningen (2004 Erweiterungsbau), XI/2002 in Bad Salzungen, IV/2007 in Schmalkalden - jeweils durch Anbindung an Klinikneubauten. Die Mitarbeiterzahl stieg in diesem Jahr auf 67: 7 Fachärzte, 35 Schwestern (davon 14 Fachschwestern), 6 Arzthelferinnen, 11 Hilfskräfte, 4 Angestellte in der Verwaltung und 4 Auszubildende.

An allen drei Standorten bilden wir aus und beschäftigen darüber hinaus fast durchgehend Zivildienstleistende. Interessent(inn)en für einen Ausbildungsplatz oder eine Zivildienststelle sind stets willkommen und können hier Kontakt mit uns aufnehmen.

stellenwert // Im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Dialysezentrums steht die apparative Behandlung von Patienten, deren Nieren aus verschiedenen Gründen ihre Funktion eingestellt haben. Diese Organe sind nicht mehr in der Lage, im Stoffwechsel anfallende Gifte - sog. harnpflichtige Substanzen - aus dem Körper zu entfernen. Der Anstieg dieser Stoffe im Blut schädigt lebenswichtige Organe, inbesondere Herz, Gehirn und Leber, deren Funktionsverlust in kurzer Zeit nicht mehr mit dem Leben vereinbar ist.

Mittels Anwendung medizintechnischer Verfahren kann die Blutreinigung übernommen werden. Dieses Blutreinigungsverfahren bezeichnet man auf Grund der genutzten physikalischen Eigenschaften des eingesetzten Materials "Dialyse", die in verschiedenen technischen Varianten zur Anwendung kommt.

Die wachsende Zahl von Nierenerkrankungen auf Grund der demographischen Entwicklung erfordert im Blick auf Früherkennung und Prophylaxe unsere besondere Aufmerksamkeit.

Etwa 65.000 Patienten werden in Deutschland an der "künstlichen Niere" behandelt mit einem Kostenaufwand von 50.000 bis 60.000 Eur pro Patient und Jahr.
Nur etwa 2.500 bis 3.000 dialysepflichtige Patienten pro Jahr haben eine Chance, durch Transplantation (Organverpflanzung) eine neue Niere zu erhalten. Diese Zahl konnte auch durch Einsatz der verschiedenen Variationen der Lebendspende nicht wesentlich gesteigert werden (Jahreskosten nach einer Transplantation nur etwa 15.000 EUR/Patient). Ärzte in den Dialysen
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